
Am 25.10.25 kam die JuNa-Gruppe Freital-Tharandt wieder zusammen, um sich mit Hecken in unserer Landschaft zu befassen. Wir trafen uns am Tharandter Bahnhof, um geführt von Milana Müller, den Aufstieg zur Johannishöhe zu bewältigen. Oben angekommen machten sich die Teilnehmenden mit Hilfe einiger Kennlernspiele miteinander vertraut.
Oft werden Hecken als Grundstücksbegrenzung zwischen Gärten gepflanzt. Doch wir wollen uns mit den Hecken in der Landschaft befassen: als Strukturen zwischen den Feldern. Auch hier gibt es verschiedene Hecken: z.B. Steinrücken im Osterzgebirge oder Knicks in Schleswig Holstein. Nun war es an den Jüngeren, herauszufinden, warum Hecken eine große Bedeutung für Arten- und Klimaschutz haben und welchen ökologischen Nutzen sie bringen. Dabei erarbeiteten wir uns diesen Lebensraum für Tiere und Pflanzen und seine vielfältigen Vorteile für uns Menschen. Wir lernten die Nutzer dieses Lebensraums kennen, von Vögeln wie z.B. Neuntöter oder Goldammer oder die Säugetiere wie Haselmaus und Dachs, welcher den Heckensaum gern als Wegweisung nutzt.
Nach diesem inhaltlichen Input, ging es daran sich eine Hecke aus der Nähe anzuschauen und sich selbst in diesen Lebensraum einzufühlen: in langsamen Gang bewegten sich die Kinder entlang der Hecke, um zu spüren, wo es sich sicher anfühlt. Um nun richtige Profis zu werden, bestimmten wir einige der Pflanzen in der Hecke, wobei die Jungen NaturwächterInnen mit einem hervorragenden Vorwissen und schnellem Verständnis glänzten. Einige Früchte verkosteten wir sogar. Darunter Schlehen und Sauerdorn, welcher bei einigen Kindern große Begeisterung hervorrief. Gemeinsam legten alle, Kinder wie Erwachsene, dann noch Hand an, und schnitten vor allem den Ahorn, der in den Anfangsjahren einer Hecke, andere Heckensträucher schnell überwächst. Hier zeigten alle ihre Kraft und halfen wo sie konnten. Bei wem die Kraft weniger wurde, der konnte Schlehen sammeln, während der Rest noch freudig an der Hecke schnitt. Die gemeinsame Beute wird für das nächste Mal in ein Schlehenelixier verwandelt.
Autorinnen: Sophia Laub und Milana Müller (Umweltbildungshaus Johannishöhe e.V.)



