JuNa Praxistag „Bunt & laut: Die Spechte“ | Mai 2026

Beim letzten JuNa-Praxistag ging es um unsere bunten, aber manchmal auch etwas lauten Nachbarn im Wald:
die Spechte. Von schwarz bis bunt, von klein bis mittel – bei uns in Sachsen sind zahlreiche Spechtarten zu
Hause.

Gemeinsam mit Milana Müller und dem ehrenamtlichen Naturschutzhelfer Frank S. machten sich die JuNas
auf den Weg von Freital-Hainsberg nach Tharandt. Entlang des Brüderwegs begaben sie sich dabei auf eine
spannende Specht-Safari. Der abwechslungsreiche Weg führte durch Waldstücke, an Freiflächen und Felsen
vorbei. Alte Laubbäume und viel Totholz bieten hier ideale Lebensraumbedingungen für viele Spechtarten,
insbesondere für den Buntspecht.

Unterwegs erfuhren die JuNas, woran man die Anwesenheit eines Spechts erkennen kann: Hacklöcher im
Holz, sogenannte Ringelbäume oder eine Spechtschmiede verraten oft, dass ein Specht in der Nähe aktiv ist.
Neben dem aufmerksamen Beobachten spielt aber natürlich auch das genaue Hinhören eine Rolle – besonders im Mai machen die Jungvögel mit ihren lauten Bettelrufen auf sich aufmerksam und die charakteristischen scharfen Ruflaute des Buntspechts markieren sein Revier – beides konnten die JuNas bei der Wanderung hören.

Auf der Johannishöhe angekommen konnten die Ferngläser für eine kurze Auszeit mit den Tieren vom Hof
abgelegt werden, bevor es mit der Sprache der Spechte weiterging. Wofür dient dem Specht eigentlich da
Trommeln? Nach der Wanderung kannten die JuNas die wichtigsten Signale bereits gut und konnten beim
Klopfspiel sogar mit verbunden Augen ihren Partner finden. Auch einige typische Rufe blieben bei den Kin-
dern besonders gut mit Eselsbrücken im Gedächtnis: der Schwarzspecht ist „Horror“ und der Grünspecht
kann einen auslachen, wenn man im Wald stolpert. Jetzt sind die JuNas bestens für die nächste Specht-Safari
vorbereitet!

Danke an alle JuNas, die dabei waren und alle, die diesen Tag möglich gemacht haben!

Bis bald in der Natur,
Sophia Barnewitz

Naturschutzstation Osterzgebirge e.V.