
Am 21. Februar trafen sich die JuNas am Bahnhof Tharandt, denn für diesen Praxistag hatten sich die
beiden Gruppenbetreuer Milana Müller und Lukas Vogt etwas Besonderes überlegt – ein Naturaben-
teuer, aber diesmal nicht auf der Johannishöhe oder im Umweltzentrum, sondern im schönen Freiberg!
Begleitet von der Biber-Beauftragten und Artenexpertin Dorothea Hoheisel vom NABU Freiberg, ging
es gemeinsam zum Freiberger Stadtwald. Zwar war in Tharandt der meiste Schnee schon weggetaut,
doch hier fanden die JuNas schon auf dem Weg in den Wald über die anliegenden Äcker verschiedene
Spuren und Fährten im Schnee. Waren auch Spuren vom Biber dabei? So weit außerhalb seines Reviers
zwar nicht, aber je weiter die JuNas in den Wald abtauchten, desto näher kamen sie ihm…
… und lernten ihn auch immer besser kennen. Dass der Biber mit seinem perfekt an das Wasser ange-
passten Körper, der „Kelle“ und seinen rot-orangenen Zähnen ein ganz besonderes Tier ist, war den
JuNas ganz schnell klar. Auch bei einem Ratespiel mit ähnlichen Tieren, die sich im gleichen Lebens-
raum aufhalten können – wie der Bisamratte oder der Nutria – ließen sie sich nicht beirren und wussten
ganz genau, worauf es beim Biber-Dasein ankommt.
Doch neben dem Wissen und dem Spiel gab es auch vor allem was zu entdecken – die Biber-Beauftragte
zeigte den Kindern neben einem vom Biber angelegten Staudamm direkt am Waldweg auch eine Biber-
rutsche, also einen Nachweis dafür, wo der Biber aktiv nach Bauholz und Nahrung sucht. Tiefer im
Wald, an einem vereisten Teich, mussten die JuNas dann plötzlich ganz leise sein – psssst! Hier schläft
der Biber in seiner Biberburg. Zwar halten Biber keinen Winterschlaf, doch auch sie müssen sich Mal
von der schweren Bauarbeit ausruhen. Wenn man das Ohr auf den Erdbau legt und still ist, hört man
vielleicht auch ein leichtes Schnarchen – zumindest haben die JuNas das versucht.
Danke an alle JuNas, die dabei waren und alle, die diesen Tag möglich gemacht haben!
Bis bald in der Natur,
Sophia Barnewitz
Naturschutzstation Osterzgebirge e.V.



